BMI-Rechner

Über das Projekt

bmirechner.eu ist ein Projekt rund um Körpergewicht und Körperform im deutschsprachigen Raum. Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass gängige BMI-Rechner eine Zahl und eine Gewichtsklasse ausgeben, die Fragen danach aber offenlassen: Wie viele Kilogramm trennen mich vom Normalbereich, ändern Alter oder Geschlecht etwas an der Bewertung, und wie aussagekräftig ist der Wert bei viel Muskulatur oder Bauchfett? Der BMI-Rechner beantwortet diese Fragen direkt im Ergebnis. Die Seiten zu Idealgewicht, Kalorienbedarf, Körperfettanteil und Taillenumfang zeigen die Formeln dahinter mit Rechenbeispielen, damit sich jedes Ergebnis von Hand nachrechnen lässt.

Quellen der Grenzwerte und Formeln

Jeder Grenzwert und jede Formel stammt aus einer benannten Fachquelle. Wo Fachgesellschaften unterschiedliche Werte nennen, zeigt der Rechner die WHO-Einteilung zuerst und die abweichende Einteilung als zusätzliche Zeile, statt still eine Variante zu wählen. Auf den Formelseiten stehen abweichende Ansätze nebeneinander, mit dem Hinweis, wofür sie gedacht sind.

BMI-Klassen
Weltgesundheitsorganisation (WHO), Technical Report 894; Einteilung nach Geschlecht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (Ernährungsbericht 1992); altersbezogene Bereiche des US National Research Council (Diet and Health, 1989); Warnwerte für Mangelernährung im Alter nach den GLIM-Kriterien.
Taille und Fettverteilung
WHO-Expertenbericht zu Taillenumfang und Taille-Hüft-Verhältnis; Grenzwerte der Internationalen Diabetes-Föderation; WHtR-Bereiche der britischen Leitlinie NICE (2022); Body Roundness Index nach Thomas et al. (2013).
Körperfett
US-Navy-Formeln nach Hodgdon und Beckett; BMI-Schätzung nach Deurenberg (1991); Hautfaltenformeln nach Jackson und Pollock mit der Siri-Gleichung; Richtwerte nach Gallagher et al. (2000); FFMI nach Kouri et al. (1995).
Energiebedarf
Grundumsatz nach Mifflin und St Jeor (1990), Harris und Benedict (1919) sowie Katch-McArdle; PAL-Werte der Deutschen Gesellschaft für Ernährung; Empfehlungen zum Defizit aus der deutschen S3-Leitlinie zur Adipositas.
Idealgewicht
Formeln nach Broca, Lorentz, Creff, Devine, Hamwi, Robinson und Miller in ihrer üblichen metrischen Form.
Gesundheit und Sterblichkeit
Global BMI Mortality Collaboration (Lancet 2016), Metaanalyse von Aune et al. (BMJ 2016), Bericht der Lancet-Kommission zur klinischen Adipositas (2025).

Bevölkerungszahlen stammen aus dem Mikrozensus 2021 des Statistischen Bundesamts. Ändert eine Fachgesellschaft ihre Einteilung, werden Rechner und Tabellen angepasst.

Rundung und Rechengenauigkeit

Der Rechner arbeitet intern mit ungerundeten Werten und rundet erst das Ergebnis, den BMI auf eine Nachkommastelle. Maßgeblich für die Gewichtsklasse ist der gerundete Wert: 24,95 wird zu 25,0 und fällt damit in den Bereich Übergewicht. Andere Rechner, die schon die Größe in Metern runden, können in der ersten Nachkommastelle abweichen. Kilogrammangaben für den Normalbereich sind auf eine Nachkommastelle gerundet, Kalorienangaben auf ganze Kilokalorien. Die Genauigkeit des Ergebnisses hängt weniger an der Rechnung als an der Messung: Ein Kilogramm Tagesschwankung verschiebt den BMI bei 1,75 m um 0,3.

Berechnung im Browser ohne Speicherung

Der Rechner läuft als Skript in Ihrem Browser. Größe, Gewicht, Alter und Körpermaße verlassen Ihr Gerät nicht, es gibt kein Konto, keine Datenbank und keine Ergebnisseiten mit eigener Adresse. Schließen oder laden Sie die Seite neu, sind die Eingaben verschwunden.

  • Die Eingaben stehen nicht in der Adresszeile und landen deshalb weder im Browserverlauf noch in Serverprotokollen.
  • Es werden keine Cookies zur Wiedererkennung gesetzt und keine Werbe- oder Analysedienste eingebunden.
  • Die Schrift wird vom eigenen Server geladen, sodass beim Aufruf keine Verbindung zu Drittanbietern entsteht.
  • Wer einen Verlauf festhalten will, notiert Datum, Gewicht und Taillenumfang am besten selbst, etwa in einer Tabelle oder einem Notizbuch.

Für wen die Rechner gedacht sind

Die Rechner richten sich an alle, die ihr Gewicht selbst einordnen, ein realistisches Ziel festlegen oder nach einer Gewichtsveränderung neu nachrechnen wollen. Sie arbeiten mit den Werten und Formeln, die auch in Praxen als erste Orientierung dienen, und zeigen bei jedem Ergebnis, wo die Grenzen der jeweiligen Methode liegen. Eine ärztliche Untersuchung ersetzen sie nicht: Blutdruck, Blutwerte, Vorerkrankungen und Medikamente fließen in keine der Rechnungen ein.

Für Menschen mit viel Muskulatur, ältere Menschen und Menschen asiatischer Herkunft erklären die Seiten gesondert, warum feste BMI-Grenzen bei ihnen anders zu lesen sind. Wer wegen einer Erkrankung, einer Essstörung oder starker Gewichtsschwankungen nach Zahlen sucht, findet in der Hausarztpraxis eine Einordnung, die Zahlen allein nicht leisten können. Weitere Hinweise stehen im medizinischen Hinweis.